Testwahl-Assistent: Welcher statistische Test passt?
Beantworten Sie drei bis vier Fragen zu Ihren Daten. Der Assistent nennt den passenden Standardtest, das Effektmaß, das Sie angeben sollten, und den Weg in R, jamovi, SPSS oder GraphPad Prism. Es werden keine Daten eingegeben und nichts übertragen.
Worauf es bei der Testwahl ankommt
- Skalenniveau: Metrische Daten haben Einheit und gleiche Abstände, ordinale nur eine Rangfolge, kategoriale keine Ordnung. Das bestimmt, ob Mittelwerte sinnvoll sind.
- Abhängigkeit: Wurden dieselben Personen mehrfach gemessen, brauchen Sie Verfahren für verbundene Daten. Ein Test für unabhängige Gruppen wäre hier falsch und verliert Aussagekraft.
- Normalverteilung: Der t-Test ist bei größeren Gruppen robust. Bei kleinen Gruppen mit Ausreißern sind rangbasierte Tests sicherer. Wählen Sie den Test vor der Auswertung und im Studienprotokoll, nicht nach dem Ergebnis.
- Mehrfachtests: Je mehr Vergleiche, desto größer das Risiko eines Zufallsbefunds. Legen Sie den primären Endpunkt fest und korrigieren Sie bei mehreren Vergleichen (z. B. Holm).
- Nicht abgedeckt: Regression mit mehreren Einflussgrößen, Meta-Analysen, Cluster- und Mehrebenendaten. Dafür sind Beratung und Software nötig; fragen Sie früh Ihre Biometrie.
Vor der Auswertung: Fallzahl planen. Nach der Auswertung: Effektstärke berechnen und Konfidenzintervalle bestimmen.
Quellen
- Altman DG: Practical Statistics for Medical Research (1991); Bland M: An Introduction to Medical Statistics.
- Du Prel JB et al.: Auswahl statistischer Testverfahren. Dtsch Arztebl Int 2010;107(19):343–348.
- Lumley T et al.: The importance of the normality assumption in large public health data sets. Annu Rev Public Health 2002;23:151–169.
Haftungshinweis: Der Assistent nennt Standardverfahren für einfache Fragestellungen und ersetzt keine Statistikberatung. Für Arbeiten, Anträge und Publikationen tragen Sie die Verantwortung; besprechen Sie die Auswertungsplanung mit Ihrer Biometrie- oder Statistikberatung.