Randomisierungsliste erstellen: einfach, blockweise, stratifiziert
Erzeugen Sie eine reproduzierbare Zuteilungsliste für zwei oder mehr Gruppen, mit beliebigem Verhältnis (z. B. 2:1), wechselnden Blockgrößen und Strata (z. B. Zentren). Die Liste entsteht in Ihrem Browser und wird nicht übertragen; Download als CSV oder Kopieren in Excel ist möglich.
Welche Methode wann?
- Einfache Randomisierung: Jede Person wird unabhängig zugeteilt. Das ist unvorhersehbar, führt aber bei kleinen Studien leicht zu ungleich großen Gruppen.
- Blockweise Randomisierung: Nach jedem vollständigen Block sind die Gruppen im gewünschten Verhältnis gefüllt. Die Blockgröße muss ein Vielfaches der Verhältnissumme sein (bei 1:1 also 2, 4, 6 …; bei 2:1 also 3, 6, 9 …). Mit mehreren Blockgrößen wählt der Rechner je Block zufällig eine aus; so lässt sich das Ende eines Blocks nicht erraten.
- Stratifiziert: Für jedes Stratum (Zentrum, Schweregrad, Altersgruppe) gibt es eine eigene blockweise Liste. Wählen Sie wenige Strata; viele kleine Strata führen zu unvollständigen Blöcken und Ungleichgewicht.
- Nicht enthalten: Minimierung und adaptive Verfahren. Dafür brauchen Sie ein Randomisierungssystem oder die Beratung Ihrer Biometrie.
Wichtige Hinweise für die Praxis
- Verdeckte Zuteilung (Allocation Concealment): Die Liste darf den Personen, die Teilnehmende einschließen, nicht vorliegen. Üblich sind undurchsichtige, nummerierte Umschläge oder ein zentrales System, bei dem die Zuteilung erst nach dem Einschluss abgerufen wird.
- Reproduzierbarkeit: Dokumentieren Sie Methode, Blockgrößen, Verhältnis und Startwert im Studienprotokoll. Die Person, die den Seed kennt, kennt die gesamte Liste; bewahren Sie ihn getrennt von den Einschließenden auf.
- Bestätigende klinische Studien: Für Arzneimittelstudien und andere regulatorisch relevante Studien ist eine validierte Randomisierung vorgesehen, etwa über REDCap, ein Studienzentrum oder das Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) Ihrer Universität. Dieser Rechner eignet sich für Pilotstudien, Tierversuche, Laborexperimente und zum Verständnis der Verfahren.
- Tierversuche und Laborversuche: Auch hier ist zufällige Zuteilung (z. B. Käfige, Platten, Reihenfolge) wichtig; sie verringert systematische Verzerrung.
Verfahren und Quellen
- Zufallszahlen: seed-fähiger Generator (Mulberry32, 32 Bit) für reproduzierbare Listen. Der automatische Startwert stammt aus dem Zufallsgenerator des Browsers (
crypto.getRandomValues). Das ist für diese Zwecke ausreichend, aber nicht als kryptografisch gesichertes System gedacht. - Blöcke werden mit dem Fisher-Yates-Verfahren gemischt; die Anteile der Gruppen entsprechen dem Verhältnis.
- Schulz KF, Grimes DA: Generation of allocation sequences in randomised trials. Lancet 2002;359:515–519. Kernan WN et al.: Stratified randomization for clinical trials. J Clin Epidemiol 1999;52:19–26.
- Prüfung: Automatisierte Tests mit 900 Zufallsläufen: Nach jedem vollständigen Block ist das Verhältnis exakt erreicht, die Listen sind bei gleichem Seed identisch, die einfache Randomisierung trifft im Mittel das gewünschte Verhältnis.
Haftungshinweis: Der Rechner dient der Orientierung und ersetzt kein validiertes Randomisierungssystem und keine Statistikberatung. Für Studienprotokolle und Anträge tragen Sie die Verantwortung; lassen Sie das Randomisierungsverfahren von Ihrer Biometrie oder Ihrem Studienzentrum prüfen.