Das richtige Journal finden: Leitfaden zu Auswahl, Impact Faktor und Predatory Journals

Die Journalwahl legt fest, wer Ihre Arbeit liest, wie sie gefunden wird, was sie kostet und wie lange Sie bis zur Veröffentlichung brauchen. Treffen Sie sie, bevor Sie das Manuskript fertigstellen: Artikeltyp, Wortlimit und Gliederung hängen davon ab. Dieser Leitfaden ergänzt den Überblick unter Publikationen. Aussagen, die auf Erfahrung beruhen, sind als Empfehlung oder Erfahrungsregel gekennzeichnet; alles andere ist belegt.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Kandidaten aus Ihren eigenen Referenzen ableiten: Wo die Arbeiten erscheinen, die Sie zitieren und mit denen Sie sich messen, sitzen Ihre Leser und Ihre Gutachter.
  2. Passung schlägt Prestige: Ein Desk Reject wegen fehlender Passung kostet Wochen und bringt kein Feedback. Prüfen Sie, ob das Journal in den letzten zwei Jahren Arbeiten Ihres Studientyps veröffentlicht hat.
  3. Indexierung selbst verifizieren: „In PubMed“ ist kein Qualitätsmerkmal. Maßgeblich ist der MEDLINE-Status im NLM Catalog, bei Open Access zusätzlich der DOAJ-Eintrag.
  4. Kosten vor der Einreichung klären: Gebühr, Zahlungszeitpunkt und Übernahme durch Ihre Einrichtung (z. B. DEAL-Vertrag) müssen feststehen, bevor Sie auf „Submit“ klicken.
  5. Eine Rangliste mit drei Journalen festlegen, bevor Sie einreichen. Nach einer Ablehnung wird dann formatiert und neu eingereicht, nicht neu diskutiert.
  6. Formale Voraussetzungen früh sichern: Studienregistrierung, Ethikvotum, Einwilligung und Autorenschaft lassen sich nachträglich nicht oder nur schwer heilen.
  7. Einladungsmails grundsätzlich ignorieren: Seriöse Journale, die Sie per Massenmail zur Einreichung auffordern, sind die Ausnahme. Prüfen Sie jedes so beworbene Journal mit der Checkliste unten.
  8. Bei Promotionsprojekten Journal und Autorenreihenfolge schriftlich mit der Betreuung abstimmen, bevor Sie schreiben.

Journalwahl als Prozess

Schritt 1: Kandidatenliste erstellen (8–12 Titel)

  • Zitationsnetz: Sortieren Sie Ihre Literaturliste nach Zeitschrift. Die drei bis fünf häufigsten Titel sind die erste Kandidatengruppe. Ergänzend: In welchen Journalen wurden die Schlüsselarbeiten Ihres Themas zuletzt zitiert?
  • Jane: Fügen Sie Titel und Abstract ein. Jane vergleicht den Text mit PubMed-Datensätzen und schlägt Journale mit ähnlichen Artikeln vor; die Liste lässt sich u. a. nach Open-Access-Status und PMC-Aufnahme filtern, MEDLINE- und DOAJ-Titel sind gekennzeichnet. Die Jane-Seite weist selbst darauf hin, dass PubMed auch Predatory Journals enthält. Jane liefert also Kandidaten, keine Qualitätsprüfung.
  • PubMed-Suche nach ähnlichen Arbeiten: Suchen Sie mit Ihren Kernbegriffen (Anleitung: PubMed Schritt für Schritt), begrenzen Sie auf die letzten drei Jahre und Ihren Studientyp und notieren Sie die Journale der Treffer. So sehen Sie, wer Ihren Studientyp tatsächlich druckt, nicht nur, wer ihn in „Aims and Scope“ erwähnt.
  • Journal-Finder der Verlage (z. B. Elsevier JournalFinder, Springer Nature Journal Suggester): nützlich, aber sie schlagen nur Titel des eigenen Verlags vor. Empfehlung: nur ergänzend verwenden.

Schritt 2: Passung prüfen

Öffnen Sie für jeden Kandidaten die „Instructions for Authors“ und die letzten zwei Jahrgänge. Prüfen Sie:

  • Scope und Leserschaft: Wen interessiert das Ergebnis? Eine klinisch-praktische Frage gehört in ein Journal, das Kliniker lesen; eine methodische Frage in ein Methodenjournal.
  • Studientyp: Druckt das Journal retrospektive Single-Center-Analysen, Fallberichte, Umfragen, Protokolle? Viele Journale schließen einzelne Typen ausdrücklich aus.
  • Artikeltyp und Limits: Wortzahl, Abstract-Struktur, Anzahl Tabellen/Abbildungen und Referenzen. Wenn Ihr Ergebnis 4500 Wörter braucht und das Limit 3000 beträgt, ist das Journal ungeeignet.
  • Berichtsleitlinien: Verlangt das Journal ausgefüllte Checklisten (z. B. CONSORT, STROBE, PRISMA) bei Einreichung? Das bestimmt, was Sie im Manuskript dokumentieren müssen.

Erfahrungsregel: Wenn Sie in den letzten zwei Jahrgängen keine Arbeit finden, die Ihrer in Design und Fragestellung ähnelt, ist die Chance auf eine Begutachtung gering.

Schritt 3: Qualität und Indexierung prüfen

  • MEDLINE: Im NLM Catalog steht im Feld „Current Indexing Status“, ob das Journal derzeit für MEDLINE indexiert ist; das Feld „In“ zeigt die Jahre der Indexierung (NLM MEDLINE FAQ). Die NLM wählt MEDLINE-Journale nach Scope, redaktionellen Prozessen (u. a. Peer Review, Ethik- und Interessenkonfliktregeln), wissenschaftlicher Qualität und Produktion aus (NLM Journal Selection).
  • DOAJ (bei Open Access): Aufnahme setzt u. a. beschriebenes Peer Review, benannte Herausgeber mit Affiliation, von der Startseite erreichbare Gebühreninformation, Lizenzangaben und eine bestätigte ISSN voraus (DOAJ).
  • Web of Science/JCR: Behauptet ein Journal einen Impact Faktor, prüfen Sie die Aufnahme in der Master Journal List. Scopus lässt sich über die frei zugängliche Quellensuche von Scopus prüfen.

Schritt 4: Kosten, Open Access, Fördervorgaben

  • Modell feststellen: Subskription (meist keine Publikationsgebühr), Hybrid (Open Access optional gegen Gebühr) oder Gold Open Access (Article Processing Charge, APC, für alle Artikel).
  • Übernahme klären: Über Projekt DEAL bestehen Verträge mit Elsevier, Springer Nature und Wiley; ob und für welche Titel Ihre Einrichtung teilnimmt und wer als Corresponding Author berechtigt ist, ist vertrags- und einrichtungsabhängig (UB Duisburg-Essen). Fragen Sie Ihre Bibliothek, bevor Sie einreichen.
  • Fördervorgaben: Viele Drittmittelgeber verlangen Open Access oder eine Hinterlegung. Ob ein Journal die Vorgaben Ihres Förderers erfüllt, prüfen Sie z. B. mit dem Open policy finder von Jisc und im Bewilligungsschreiben.
  • Kostenfragen jenseits der APC (Honorare, Vergütungen) behandelt Geld verdienen mit Publikationen.

Schritt 5: Einreichungsreihenfolge festlegen

  • Zielzeitschrift: das Journal mit der besten Passung, das realistisch erreichbar ist, nicht das mit der höchsten Kennzahl.
  • Zwei Fallbacks mit ähnlichem Format, damit die Umformatierung nach einer Ablehnung in Stunden statt Tagen gelingt.
  • Cascading Submission/Transfer: Verlage bieten nach Ablehnung die Weiterleitung an ein Schwesterjournal an. Beim Springer Nature Transfer Desk ist der Transfer kostenfrei und nur mit Ihrer Zustimmung möglich; übertragen werden Manuskript und Zusatzdateien, die bisherigen Gutachten nicht (Springer Nature). Andere Verlage regeln das abweichend. Empfehlung: Prüfen Sie das vorgeschlagene Journal mit denselben Kriterien wie Ihre eigenen Kandidaten.
  • Preprint: Laut ICMJE kann ein Journal einen vollständigen Bericht nach einem Preprint annehmen; das Posting kann aber das Interesse eines Journals beeinflussen, und Sie müssen es bei Einreichung angeben (ICMJE). Prüfen Sie die Preprint-Politik jedes Kandidaten vor dem Posting.

Schritt 6: Zeitplanung

Belastbare, journalübergreifende Zahlen zu Entscheidungszeiten gibt es nicht; viele Journale veröffentlichen aber Kennzahlen wie „time to first decision“ auf ihrer Website. Nutzen Sie diese, wenn vorhanden. Erfahrungsregel: Ein Desk Reject kommt meist binnen ein bis zwei Wochen, eine erste Entscheidung nach Begutachtung nach ein bis drei Monaten; von der Ersteinreichung bis zur Veröffentlichung vergehen bei einer Ablehnung und einer Revision leicht 9–15 Monate. Planen Sie bei Fristen (Promotion, Bewerbung, Förderbericht) entsprechend.

Impact Faktor richtig einordnen

Was er misst: Der Journal Impact Factor (JIF) von Clarivate teilt die Zitationen eines Jahres auf Beiträge der beiden Vorjahre durch die Zahl der zitierbaren Beiträge (Articles, Reviews) dieser beiden Jahre (JCR Reference Guide). Er beschreibt also das durchschnittliche Zitationsverhalten eines Journals in einem kurzen Zeitfenster.

Was er nicht misst: die Qualität oder den Einfluss eines einzelnen Artikels, die methodische Güte, die Reichweite in der klinischen Praxis. Clarivate selbst sieht die JCR-Indikatoren als Journalmetrik, nicht zur Bewertung einzelner Forschender (Clarivate).

Typische Fehlschlüsse (Belege: DORA):

  • Vom Journal auf den Artikel schließen: Zitationen innerhalb eines Journals sind stark schief verteilt; wenige Artikel erzeugen einen großen Teil der Zitationen.
  • Fächer vergleichen: Zitationsgewohnheiten unterscheiden sich zwischen Fachgebieten erheblich. Ein Wert ist nur innerhalb derselben JCR-Kategorie interpretierbar; nutzen Sie Rang oder Quartil in der Kategorie.
  • Artikelmix ignorieren: Journale mit hohem Review-Anteil werden im Mittel häufiger zitiert, ohne dass Originalarbeiten dort mehr Wirkung hätten.
  • Zeitfenster übersehen: Zwei Jahre begünstigen Fächer mit schneller Zitation. Langsam rezipierte Arbeiten (z. B. Methodik, Langzeitverläufe) bildet der JIF schlecht ab.
  • Kennzahl für unveränderlich halten: Der JIF kann durch redaktionelle Politik beeinflusst werden. Clarivate unterdrückt Titel mit auffälligen Zitationsmustern zeitweise.

Empfehlung: Nutzen Sie den JIF als groben Filter innerhalb Ihres Fachs, nie als Entscheidungskriterium allein. Für Berufungs- und Promotionsverfahren gilt die Regel Ihrer Fakultät, die Sie konkret erfragen sollten.

Fallstricke

FehlerFolgeGegenmaßnahme
Verwechslung ähnlicher Journalnamen und gekaperte JournaleGekaperte Journale übernehmen Titel, ISSN und Metadaten eines seriösen Journals (Retraction Watch). Folge: Gebühr gezahlt, Artikel in einer Fälschung, Rücknahme schwierig.Journal-URL nie aus Mails oder Suchmaschinen-Werbung übernehmen, sondern aus dem NLM-Catalog-Eintrag oder der Verlagsseite; Titel im Hijacked Journal Checker prüfen.
Einladungsmails mit Schmeicheleien und kurzer FristFolge: Einreichung bei einem Journal ohne echtes Peer Review; der Artikel ist für seriöse Journale „verbrannt“, weil er bereits veröffentlicht ist.Mail nicht beantworten, Journal unabhängig mit der Checkliste unten prüfen.
„PubMed-gelistet“ als Gütesiegel verstehenPubMed umfasst neben MEDLINE auch PMC und Bookshelf (PubMed About); ein PubMed-Treffer belegt keine MEDLINE-Aufnahme (NLM). PMC enthält u. a. Autorenmanuskripte, die wegen Fördervorgaben hinterlegt wurden (PMC FAQ). Folge: falsche Erwartung an Sichtbarkeit und Reputation.Den Status im NLM Catalog („Current Indexing Status“) prüfen.
APC wird erst bei Annahme sichtbarFolge: Rechnung über eine nicht budgetierte Summe; Rückzug nach Annahme verzögert alles.Gebühr, Zahlungszeitpunkt, Waiver und Übernahme vor der Einreichung schriftlich klären; ein seriöses Journal nennt Gebühren offen (DOAJ, COPE).
Rechte und Lizenz nicht gelesenFolge: Copyright-Übertragung schränkt die Nachnutzung ein, etwa Abbildungen in der Dissertation oder in Lehrmaterial.Empfehlung: Vor Unterschrift prüfen, ob die Nutzung in der Dissertation erlaubt ist; bei Open Access die Lizenz (z. B. CC BY) mit Fördervorgaben abgleichen. Fremde Abbildungen nur mit Genehmigung übernehmen.
MehrfacheinreichungDasselbe Manuskript darf nicht gleichzeitig bei mehreren Journalen eingereicht werden, auch nicht in anderer Sprache (ICMJE). Folge: Ablehnung, im schlimmsten Fall Fehlverhaltensverfahren.Erst nach schriftlicher Ablehnung oder schriftlichem Rückzug neu einreichen; siehe gute wissenschaftliche Praxis.
Autorenliste und Einreichungskonto ungeklärtAutorenschaft setzt nach ICMJE vier Kriterien voraus, u. a. Zustimmung zur finalen Version und Verantwortung für die Arbeit (ICMJE). Folge: Streit nach Einreichung, Änderungswünsche, die das Journal begründet haben will; bei Einreichung über ein fremdes Konto fehlt Ihnen der Zugriff auf Korrespondenz.Autorenreihenfolge, Corresponding Author und ORCID aller Beteiligten vor der Einreichung schriftlich festhalten; alle Koautoren der Endfassung zustimmen lassen.
Preprint ohne Blick auf die JournalpolitikFolge: Ein Journal lehnt ab oder priorisiert niedriger; vergessene Angabe wirkt intransparent.Preprint-Politik der Zielzeitschrift und der Fallbacks vorher prüfen und das Posting bei Einreichung angeben.
Klinische Studie nicht prospektiv registriertICMJE-Journale verlangen Registrierung spätestens bei Einwilligung des ersten Patienten (ICMJE). Folge: Ablehnung ohne Begutachtung, nicht heilbar.Vor Studienbeginn registrieren: Studienregistrierung.
Ethikvotum oder Einwilligungserklärung fehltNach ICMJE sollen Autoren ein Votum einer unabhängigen Ethikkommission einholen, es auf Anfrage vorlegen und eine erfolgte Einwilligung im Artikel angeben (ICMJE). Folge: Rückfrage oder Ablehnung; ein Votum lässt sich für eine abgeschlossene Studie in der Regel nicht nachholen.Votumsnummer, Ethikkommission und Einwilligungsform im Methodenteil dokumentieren; das Votum als PDF bereithalten.
Doktorarbeit: Publikation und Promotionsschrift nicht abgestimmtFolge: Bei kumulativer Dissertation zählt eine Publikation nicht, wenn Journal, Indexierung oder Ihre Autorenposition nicht den Anforderungen der Promotionsordnung entsprechen; bei Monografie kann eine Vorabpublikation Formvorgaben auslösen.Promotionsordnung lesen, Anforderungen (Zahl, Erstautorschaft, Indexierung) schriftlich mit der Betreuung abstimmen; siehe Promotionsschrift.
Kennzahl ohne Passung als Zielzeitschrift gewähltFolge: Serie von Desk Rejects, Monate Verzögerung, veraltete Daten.Erfahrungsregel: Maximal ein „Reach“-Journal an die Spitze der Rangliste setzen, danach realistisch passende Titel.

Checkliste: Predatory Journals in 10 Minuten erkennen

Die Signale folgen den Kriterien von Think. Check. Submit., COPE/DOAJ/OASPA/WAME und DOAJ. Ein einzelnes Signal beweist nichts; zwei oder mehr sind ein klarer Grund, nicht einzureichen.

  1. MEDLINE-Status stimmt nicht mit der Eigenangabe überein. Prüfung: NLM Catalog: Journaltitel und ISSN suchen, „Current Indexing Status“ lesen (2 Min.).
  2. Impact-Faktor-Angabe ohne Web-of-Science-Eintrag oder mit erfundener Metrik. Prüfung: Titel in der Master Journal List suchen (1 Min.).
  3. Open-Access-Journal nicht im DOAJ. Prüfung: doaj.org nach Titel/ISSN durchsuchen (1 Min.). Fehlen allein ist kein Beweis, aber Anlass zur Vorsicht.
  4. Website-URL weicht vom Verlags- oder NLM-Eintrag ab. Prüfung: URL aus NLM Catalog bzw. Verlagsseite mit der Mail-URL vergleichen; Titel im Hijacked Journal Checker suchen (2 Min.).
  5. Herausgeber nicht überprüfbar. Prüfung: Zwei Mitglieder des Editorial Boards stichprobenartig auf der Website ihrer Institution suchen (2 Min.).
  6. Annahmegarantie oder Begutachtung in wenigen Tagen. Prüfung: Website und Mail auf Zusagen zur Dauer bzw. Annahme lesen (1 Min.).
  7. Gebühren nicht von der Startseite auffindbar. Prüfung: Startseite und Autorenhinweise nach „APC“, „fees“, „charges“ durchsuchen (1 Min.).
  8. Peer-Review-Verfahren, Archivierung, Rücknahmepolitik nicht beschrieben. Prüfung: Autorenhinweise auf Gutachterzahl, Begutachtungsform und Retraction Policy prüfen (1 Min.).

Vorlage: Entscheidungsmatrix für drei Kandidaten

Bewerten Sie jedes Kriterium mit 0 (nicht erfüllt), 1 (teilweise) oder 2 (voll erfüllt) und multiplizieren Sie mit dem Gewicht. Ausschlusskriterien (A) führen bei 0 unabhängig von der Summe zum Ausschluss. Die Gewichte sind ein Vorschlag (Empfehlung) und sollten mit der Betreuung angepasst werden.

KriteriumGewichtJournal AJournal BJournal C
MEDLINE-indexiert bzw. im DOAJ (Predatory-Check bestanden)A
Studien- und Artikeltyp in den letzten zwei Jahrgängen vertreten3
Leserschaft entspricht der Zielgruppe des Ergebnisses3
Wortlimit, Abbildungs- und Referenzgrenzen passen ohne Kürzung von Kerninhalt2
Kosten geklärt und gedecktA
Fördervorgaben (Open Access, Lizenz) erfülltA
Anforderungen der Promotionsordnung erfüllt (falls zutreffend)A
Kennzahl/Rang in der Fachkategorie1
Veröffentlichte Entscheidungszeit passt zum Zeitplan1
Preprint-Politik passt zur eigenen Planung1
Summe (gewichtet)

Häufige Fragen

Soll ich mit dem Journal mit dem höchsten Impact Faktor beginnen?

Nur wenn die Passung stimmt. Der JIF beschreibt ein Journal, nicht Ihren Artikel. Erfahrungsregel: Ein ambitionierter Versuch ist vertretbar, wenn Sie keine harte Frist haben und die Fallbacks bereits feststehen.

Ist ein Open-Access-Journal automatisch weniger seriös?

Nein. Das Geschäftsmodell sagt nichts über die Qualität. Entscheidend sind Indexierung, transparentes Peer Review und offene Gebühren; ein DOAJ-Eintrag zeigt, dass diese Kriterien geprüft wurden.

Darf ich nach einer Ablehnung sofort woanders einreichen?

Ja, sobald die Ablehnung schriftlich vorliegt. Arbeiten Sie verwertbare Gutachterkommentare vorher ein; die nächsten Gutachter sehen oft dieselben Schwächen.

Zählt ein Artikel in einem Predatory Journal für meine Promotion?

Das regelt Ihre Promotionsordnung; viele verlangen begutachtete Publikationen in anerkannten Journalen. Wurde der Artikel bereits veröffentlicht, ist eine erneute Einreichung derselben Daten anderswo meist nicht mehr möglich. Klären Sie das vorher mit Betreuung und Promotionsbüro.

Quellen